To-Do: Abpumpen

Ich hatte ja schon mal beschrieben, dass der Kleine sich geweigert hat an der Brust zu trinken und ich statt dessen das Pumpstillen für mich entdeckt hatte. Das habe ich tatsächlich auch das ganze Jahr Elternzeit gemacht und bin auf 1,2 Liter Muttermilch täglich gekommen, die der Kleine auch meist komplett weg getrunken hat. Das war sicher nicht einfach, manchmal hat mich das Abpumpen wirklich sehr gestresst, aber diese Phasen gingen schnell vorbei.

Jetzt stand jedoch mit dem Ende der Elternzeit auch die Frage im Raum, wie mache ich da weiter? Manche sagen, mit einem Jahr braucht ein Baby keine Muttermilch mehr, lass das einfach und gib ihm Fertigmilch. Aber wieso jetzt auf chemisch umsteigen, wenn es doch auch anders geht? Mein Großer durfte selbst entscheiden, wann er bereit ist abzustillen. Warum sollte der Kleine also nicht auch dieses Privileg genießen? Weil es für Mama soviel Stress ist? Tatsächlich war das Stressigste daran das ständige „Aufmicheingequatsche“ von allen Seiten ich solle doch ENDLICH mal damit aufhören. Keine Stimmen der Ermunterung oder gar Anerkennung dessen, was ich da tue.

Trotzdem entschied ich mich dafür, meinem Kleinkind die Muttermilch nicht zu verwehren. Jetzt war nur noch die Frage, wie stelle ich es an? In Vorbereitung auf die Arbeitszeit habe ich zuerst die Abpumpzeiten verlegt. So sollte es mir möglich sein auf Arbeit nur einmal in der Mittagszeit abpumpen zu müssen. Dafür aber direkt bevor ich losgehe und sobald ich zu Hause bin. Das geht theoretisch, praktisch hatte ich aber dann doch Termine um die Mittagszeit, so dass sich das Abpumpen oft nach hinten raus verschob oder ich gar überhaupt nicht dazu kam. Jetzt kann man sich die Zeit natürlich nehmen und der Arbeitgeber ist auch verpflichtet diese Zeit zu gewährleisten, aber die Zeit sollte nicht das Einzige Hindernis bleiben.

Die zweite Frage, die sich mir stellte: wo Pumpe ich ab. Zwischen den Feiertagen ist das Büro ja schön leer, da hatte ich verschiedene Möglichkeiten das zu testen. An meinem Arbeitsplatz? Rollos runter lassen, abschließen und los geht’s. Nun sitze ich nicht allein im Büro, was also mit meinem Kollegen machen? Er würde so lange raus gehen, reichen 10 Minuten? Reichen natürlich nicht, den Zimmernachbarn 30-40 Minuten verbannen ist nicht so schön. Also Ruheraum? Da man den nicht abschließen kann kam das für mich nicht in Frage. Ja, ich hab mich da so. Es gibt genau 4 Menschen, die dabei zugucken dürfen (mein Mann, meine Söhne, meine Mama). Da blieb mir auf Arbeit nur eine Möglichkeit: Einschließen auf der Toilette. Dass da unschön ist muss ich wohl keinem erzählen. Und damit war das Abpumpen auf Arbeit für mich so unangenehm, dass da doch eine andere Lösung her musste.

Und so pumpe ich jetzt bevor ich los gehe 300 ml und wenn ich nach Hause komme zwischen 450 und 600 ml, je nachdem wie es läuft. Mein Mann findet das gut, wenn ich gegen 17 Uhr nach Hause komme platze ich meistens fast. Durch diese Unregelmäßigkeit wird die Menge die ich abpumpen kann etwas geringer, jetzt sind es noch ca 1 Liter am Tag, aber wir kommen damit hin. In der Kita bekommt der Kleine abgepumpte Muttermilch und abends und auch nachts, ansonsten isst er ja schon ganz gut und trinkt gerne Wasser.

Wie lange das jetzt so weiter geht? Ich weiß es nicht, lasse das auf mich zukommen. Aber eigentlich bin ich sicher, dass der Kleine schon sehr genau signalisieren wird, wann er das nicht mehr braucht. Bis dahin hilft nur hoffen, dass der Körper das noch hergibt.

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1000 Fragen an mich selbst (2)

Und es geht auch direkt weiter mit den nächsten 20 Fragen an mich selbst, damit sind wir dann auch schon aktuell. Also ohne langes Vorgerede:

21. Ist es wichtig für dich, was andere von dir denken?

Leider noch viel zu oft. Aber seit ich Mutter bin hat das tatsächlich nachgelassen. Meine Kinder geben mir einfach Selbstvertrauen.

22. Welche Tageszeit magst du am liebsten?

Ich bin ja eher ein Nachtmensch. Seit ich arbeite genieße ich am Meisten die Stunde bevor meine Kinder ins Bett gehen, wenn wir alle zusammen entspannen.

23. Kannst du gut kochen?

Ich bin zwar kein Gourmetkoch aber für meine Familie reicht es.

24. Welche Jahreszeit entspricht deinem Typ am ehesten?

Ich bin eher ein Herbsttyp. Ich mag die Farben und die Abendsonne und die Jahreszeit strahlt irgendwie die meiste Ruhe aus.

25. Wann hast du zuletzt einen Tag lang überhaupt nichts gemacht?

Das war der letzte Tag vor der Geburt des Kleinen, da durfte ich ja nur liegen.

26. Warst du ein glückliches Kind?

Hätte man mich vor kurzem gefragt hätte ich vielleicht nein gesagt. Aber jetzt weiß ich, ich war immer gesund, hatte eine liebevolle Familie und eigentlich wirklich keinen Grund mich zu beschweren.

27. Kaufst du oft Blumen?

Nein. So gut wie nie.

28. Welchen Traum hast du?

Als Rentnerin mit meinem Mann den Besuch unserer glücklichen Söhne mit ihren Familien genießen.

29. In wievielen Wohnungen hast du schon gewohnt?

6. Und es wird sicher noch eine mehr werden.

30. Welches Laster hast du?

Cola.

31. Welches Buch hast du zuletzt gelesen?

Ein Buch über Misophonie.

32.Warum hast du die Frisur, die du jetzt trägst?

Ich hatte mich damals, vor 9 Jahren orientiert an Taylor Townsend (O.C.) und seither keine Lust was Neues auszuprobieren.

33. Bist du von deinem Mobiltelefon abhängig?

Nein (sagte sie während sie auf die Nase flog während sie beim Treppe steigen auf dem Mobiltelefon diese Text tippte)

34. Wie viel Geld hast du auf deinem Bankkonto?

Genug zum Leben.

35. In welchen Laden gehst du gern?

Media Markt. Generell Läden mit Computerspielen.

36. Welches Getränk bestellst du in einer Kneipe?

Unalkoholisch siehe Frage 30. Alkoholisch Cocktails.

37. Weißt du normalerweise, wann es Zeit ist, zu gehen?

Normalerweise ja. Leider hindert mich das manchmal nicht daran länger zu bleiben.

38. Wenn du dich selbstständig machen würdest, mit welcher Tätigkeit?

Ich würde gern ein Hotel eröffnen. Hat nichts mit dem zu tun was ich mache, aber wollte ich irgendwie schon immer.

39. Willst du immer gewinnen?

Ich gewinne gern. Aber muss nicht sein, meine Kinder lasse ich auch mal gewinnen.

40. Gehst du in die Kirche?

Nein.

So das war es auch schon wieder, nächste Woche geht es weiter. Wer davon nicht genug bekommt sollte sich bei Johanna auch die Antworten der anderen Mamis durchlesen. Da sind ein paar interessante Geschichten dabei.

1000 Fragen an mich selbst (1)

Oh was für eine wunderbare Bloggeraktion schon wieder. Aufmerksam geworden bin ich darauf bei meinem Lieblings „Appetit auf mehr“ Blog Kind Küche Chaos. Und dann hab ich natürlich ewig gebraucht um mich zu entscheiden ob ich das auch machen will oder nicht. Und die zweiten Fragen fand ich so interessant, da dachte ich mir, kann ich sicher noch was über mich lernen. Bevor die aber kommen schnell bei Johanna vorbei geguckt und die ersten Fragen gesucht. Von der stammt dieses Sternchen am Bloggerhimmel nämlich.

So, lange Rede fast kein Sinn, los geht’s:

1. Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal getan?

Letzte Woche Mittwoch war ich im Sportstudio zu einem Fitnesskurs. Immerhin, nach 2 Jahren im Studio angemeldet war ich das erste mal bei so einem Kurs. Ihr sehr, ich brauche immer eine gewisse Vorbereitungszeit *hust*.

2. Mit wem verstehst du dich am besten?

Mit meinem Mann. Wir ticken einfach gleich.

3. Worauf verwendest du viel zu viel Zeit?

Mit dem Kampf gegen den inneren Schweinehund. Während ich noch überlege, wie ich drum rum komme irgendetwas zu tun hätte ich es schon zig Mal machen können.

4. Über welche Witze kannst du richtig laut lachen?

Über viele. Am liebsten über die Wortwitze meines Bruders. Die kann keiner so wie er.

5. Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst?

Ja und wie. Total peinlich. Das hindert mich aber nicht daran es zu tun. Es oft zu tun. Ich bin eben eine Heulsuse.

6. Woraus besteht dein Frühstück?

Kaffee. Und dann mal so mal so. Heute ein Müsliriegel, Sonntags gern Rührei. Mal mehr mal weniger, bin da flexibel.

7. Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben?

Meinem Sohn. Vieeeele vieeeele Küsse.

8. In welchen Punkten gleichst du deiner Mutter?

Wenn man sie fragt in keinem. Wenn man meinen Mann fragt in viel zu vielen. Auf jeden Fall habe ich ihre Sturheit geerbt. Und wir kuscheln beide gerne mit unseren Kindern.

9. Was machst du morgens als erstes?

Die Augen zu und überlegen ob ich nicht noch weiter schlafen kann.

10. Kannst du gut vorlesen?

Ja ich finde schon. Kinderbücher lese ich am liebsten vor. Da kann man oft richtig mitmachen und alles geben. Und die Kinder sind sehr dankbar für soviel Engagement.

11. Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt?

Wie jetzt? Den gibt es nicht? Irgendwo da draußen ist er bestimmt und organisiert alles irgendwie.

12. Was möchtest du dir unbedingt mal kaufen?

Eigentlich nichts bestimmtes. Wichtig ist nur die Art und Weise. Es muss teuer sein und ich will bar zahlen. Irgendwo hin und einen Koffer voller Scheine auf den Tisch packen. Und dann die staunenden Gesichter genießen.

13. Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne?

Ich wäre gern so fleißig wie meine Mama. Kein innerer Schweinehund. Einfach immer alles sofort machen wenn es sein muss.

14. Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen?

Ich gucke kein Fernsehen. Nur Filme und Serien auf Netflix und Prime. Doch, Moment: Superbowl.

15. Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen?

Da war ich noch ein Kind. Im Urlaub in Florida glaube ich. Aber ich hoffe bald kann ich mit meinen Kindern jede Menge besuchen.

16. Wie alt möchtest du gerne werden?

Alt genug um meine Enkel kennen zu lernen, nicht so alt um meine Kinder sterben zu sehen.

17. An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück?

Den letzten Urlaub mit meinen Eltern. Einfach genießen und sich um nichts kümmern zu müssen. Das kommt nie wieder.

18. Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an?

Furchtbar. Hatte ich oft genug im Leben, eindeutig!

19. Hättest du lieber einen anderen Namen?

Ja irgendwie schon. Ich mag den Klang meines Namens nicht. Aber eigentlich hab ich mich dran gewöhnt.

20. Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt?

So viel kann ich hier nicht aufzählen. Einfacher wäre wo nicht. Selbstzweifel sind ein permanenter Bestandteil meines Lebens. Deshalb ist Bestätigung für mich so wichtig.

So, das war Nummer 1. Bin gespannt auf die nächsten Fragen. Kommen ja schon bald.

Bye Bye Elternzeit

Nach 15 Monaten zu Hause, erst mit einem Kind und schwanger, dann mit zwei Kindern und glücklich endete meine Elternzeit. Und damit hieß es: Wieder zurück an die Arbeit. Bevor ich irgendetwas dazu sage, wie das lief, muss ich doch eine Frage stellen:

Wer zum Teufel kam auf die Idee, dass der erste Arbeitstag der erste Geburtstag des Kindes ist?

Ja, nicht der Tag danach. Nein, nach der Geburt des Kindes hat man in der Theorie 12 Monate Elternzeit. Und zwar genau, also wäre mein erster Arbeitstag der Geburtstag meines Sohnes gewesen. Klar kann man angeben, dass man länger Elternzeit haben möchte. Aber daran muss man erstmal denken. Und gesagt hat einem das irgendwie keiner vorher. Oder war nur ich hier wieder zu doof? Na wie auch immer, wir hatten Glück und der erste Geburtstag des Kleinen war nun ein Samstag. Und nicht nur das, danach kamen erstmal noch 3 ganze Feiertage. Und somit war mein erster Arbeitstag dann der 27.12.

Ist das nun ein guter Tag für den Wiedereinstieg? Kann man drüber streiten. Es ist natürlich nicht viel los, das ist gut, hat man so genug Zeit, sich wieder etwas einzuarbeiten. Allerdings ist eben auch niemand da, der einen in Empfang nimmt. Einen herzlich begrüßt, zeigt, dass man Willkommen ist. Also ich meine ja nun nicht Girlanden, Luftballons, einen Kuchen und Partyhüte und Tröten. Aber doch wenigstens ein Lächeln, ein „schön, dass du wieder da bist“, ein bisschen beisammen sitzen und erzählen, was so los war. Immerhin war ich ja 15 Monate weg. Da passiert schon Einiges. Aber so war das irgendwie, als wäre ich nie weg gewesen. Alles irgendwie wie immer. Nur keiner da, weil ist ja die Zeit „zwischen den Jahren“.

Außerdem hab ich irgendwie viel vergessen. Stilldemenz und so. Meine Passwörter, Zugänge zu allem Möglichen usw. Macht aber nichts, so allein vor dem Bildschirm hat man ja genug Zeit intensiv drüber nachzudenken und mir ist tatsächlich viel wieder eingefallen. Aber hey, ich schweife irgendwie ab. Worum es eigentlich gehen sollte: Wie hat denn nun der Einstieg für die Familie geklappt. Wie lief es zu Hause und wie geht’s uns allen damit?

Tag 1 – alles irgendwie überraschend

Morgens werde ich wach, pumpe ab wie immer und statt nochmal die Augen zu schließen stehe ich einfach auf, mache mich fertig und gehe los. Ganz schmerzfrei. Kurz danach die Nachricht meines Mannes, die Kinder sind wach. Eine Stunde früher als sonst. Da haben die Zwei wohl doch irgendwie gemerkt, dass was anders ist. Für den Kleinen ging das anscheinend. Ich glaube er war einfach überrascht. Er hat auch noch kein Zeitgefühl und Mama war ja schon ab und an mal weg, einkaufen zum Beispiel. Ganz anders sah das beim Großen aus. Der kannte das noch, dass Mama arbeiten geht. Wurde schon Tage vorher wach und wollte wissen, ob Mama denn schon weg ist. Und jetzt war sie es. Alles war soweit ok, er war gut abgelenkt mit spielen, basteln und Spaß haben mit Papa. Aber dann musste Papa mit Mama telefonieren und dann war es ja irgendwie vorbei. Immer wieder wollte er mit mir reden und mit jedem Mal wurde er weinerlicher und bettelte, dass ich endlich komme.

Naja an Tag 1 macht man ja nicht so lange, also war ich doch recht bald zu Hause. Da war der Große unterwegs mit den Urgroßeltern, der Kleine schlief. Also auch kein überschwänglicher Empfang zu Hause. Als der Kleine wach wird, sieht er Mama. Und reagiert eben genauso, als wäre ich nur mal eben etwas kaufen gewesen. Lächelt freundlich, will zum Fenster getragen werden. Aber der von mir erwartete Empfang voller Lachen, kuscheln und Küsschen bleibt aus. Den gibt es aber dann, wenn der Große kommt. Der hat mich anscheinend furchtbar vermisst. Und entscheidet: „Morgen geh ich mit dir auf Arbeit“. Dank der Feiertage ja eigentlich kein Problem. Also machen wir das so. Aber damit er sich nicht zu sehr langweilt, lieber erst ab der Mittagszeit. Das ist auch für ihn OK und so gehen wir alle zufrieden ins Bett.

Na, war doch alles gar nicht so schlimm oder? Aber wie so oft im Leben: Das Dicke Ende kommt erst noch. Aber dazu mehr im nächsten Beitrag.

1 Jahr

Unglaublich. Tatsächlich bist du schon seit einem Jahr bei uns. Wie schnell die Zeit dann doch vergangen ist. Ganz besonders die letzten Monate rannten nur so vorbei und jetzt haben wir deinen ersten Geburtstag gefeiert. Und es war wunderschön. Du hast die Aufmerksamkeit so genossen.

Wir haben Happy Birthday für dich gesungen und du hast geguckt als könntest du gar nicht fassen, was da passiert. Diese Verrückten. Deine große Familie. Und anschließend hast du begeistert mit uns mit geklatscht. Du hast einen ganzen Haufen Torte verputzt. Sowieso mauserst du dich zu einem Vielfraß. Alles was wir essen, willst du auch haben und inzwischen isst du so richtig. Mit Löffel und Gabel klappt auch schon sehr gut, die Finger gehen aber immer noch am Besten.

Und auch dein Milchkonsum ist uneingeschränkt hoch. Die 1,2 Liter Muttermilch die ich noch täglich abpumpe trinkst du fast komplett. Kein Wunder dass du dich da so toll entwickelst. Diesen letzten Monat hast du so viel Persönlichkeit entwickelt und solche Sprünge gemacht. Du kannst zwar noch kein Wort sagen, aber trotzdem wunderbar klar machen, was du willst. Dich in die Küche setzen und „mam“ sagen. Oder deinen Schneeanzug auf den Boden legen und dich drauf setzen um deine Stubenhockereltern auf die Straße zu bekommen.

Denn du bist ein Draußenbaby. Eigentlich gibt es genau zwei Dinge, die du am liebsten den ganzen Tag machen würdest. Baden und raus gehen. Wir baden dich also, so oft es geht und gehen jetzt auch immer mehr mit dir spazieren. Auch abends im Dunkeln, mal eben anziehen und los gehen. Dabei bist du kein so großer Fan vom Anziehen, aber es wird besser. Du hast mir auch schon eine Windel gebracht und dann den Fuß hin gehalten, damit ich sie dir anziehe. Aber hinlegen ist dann auch doof.

Deinen Bruder liebst du immer mehr. In der Badewanne hast du dich neulich auf seinen Schoß gesetzt, das war so putzig. Du streichelst und kuschelst ihn so oft und er kann gar nicht oft genug sagen wie niedlich du bist. Und dann bist du wirklich. Du strahlst so viel und so herzlich. Aber schimpfen kannst du auch schon ganz gut, wenn mal was nicht so ist wie du es gern hättest. Kräftig und laut. Das ist allerdings nicht weniger niedlich, als wenn du lachst, auch deine ganz spezielle Art.

Tja und jetzt? Jetzt kommt Weihnachten. Im Prinzip dein zweites, aber das Erste, dass du bewusst erlebst. Ich bin gespannt, wie du auf den Weihnachtsmann reagierst, wie dir dein Geschenk gefällt und wie du diese erste Geschenkzeremonie überstehst. Dein Bruder hatte sie damals ganz vorbildlich gemeistert und stundenlang mit seinem neuen Rutscheauto glücklich gespielt. Bei deinem wilden Charakter erwarte ich aber eher, dass du alle ordentlich durcheinander wirbelst.

Und anschließend geht sozusagen der Ernst des Lebens wieder los. Für dich, für mich, für uns alle. Wir werden nicht mehr jede Minute des Tages miteinander verbringen. Ich werde wieder arbeiten und stundenlang mit Fotos von dir und deinem Bruder versuchen, dieses Gefühl dass etwas fehlt zu verdrängen. Ich vermisse dich jetzt schon so so sehr. Aber ich bin auch guter Dinge, denn für dich startet die Kita und ich glaube, das wird dir gefallen. Du liebst Trubel und Heiterkeit und davon wirst du da jede Menge haben. Und ich werde dich ausgiebig kuscheln, wenn ich wieder zu Hause bin.

Was für ein Jahr. Wir sind so unendlich glücklich, dass du in unsere Familie gekommen bist. Du hast uns soviel glücklicher gemacht, du bereicherst unser Leben jeden Tag unendlich viel. Du bist ein toller kleiner Schatz! Auch wenn einige Schreckmomente dabei waren und ich fest davon ausgehe, dass noch einige kommen werden, so ungestüm wie du manchmal bist. Mein kleiner Wirbelwind. Schön, dass es dich gibt. Schön, dass du geboren bist. Unbezahlbar, dass du zu uns gekommen bist. Wir lieben dich so unendlich doll. Und sind gespannt auf ein weiteres, tolles, aufregendes und glückliches Jahr.

In Liebe, deine Mama

4 Generationen Party

Jetzt wo Weihnachten immer näher kommt, gerät ein Thema hier und bestimmt auch bei vielen anderen immer mehr in den Fokus: die Familie. Seit ich denken kann läuft Weihnachten immer gleich ab. Am 24. Heiligabend bei meinen Eltern, am 25. besuchen wir die einen Großeltern zum Mittag, am 26. die Anderen. An Heiligabend verteilen mein Bruder und ich zusammen die Geschenke, jeder muss ein Geschenk erst auspacken und ansehen, bevor der Nächste seins bekommt.

Weihnachten habe ich immer geliebt, auch wenn ich diesen drei Tage Familienauflauf mal mehr, mal weniger zu schätzen wusste. Aber niemals so sehr, wie jetzt. Jetzt bin ich nicht mehr das Kind, längst dreht sich nicht mehr alles um mich. Nun sind meine Kinder in den Fokus gerückt. Es ist so süß zu beobachten, wie sie mit Familienfeiern umgehen. Der Große ist schon komplett angekommen, kennt seine Großeltern und Urgroßeltern ganz genau und zeigt keine Scheu mehr ihnen gegenüber. Der Kleine braucht noch eine Aufwärmphase, aber dann liebt er den Trubel. Die vielen Leute, die sich um ihn kümmern.

Und ich? Ich genieße diese Zeit. Denn jetzt erst verstehe ich, wie vergänglich sie ist. Es tut weh darüber nachzudenken, aber das heranwachsen meiner Kinder bedeutet auch gleichzeitig, dass meine Großeltern inzwischen auch älter sind. Dieses Jahr wird unser doch so fester und manchmal lästiger 3 Tage Plan über den Haufen geworfen, denn meine Urgroßeltern sind nicht mehr so fit uns alle zu bewirten. Mir ist niemals in den Sinn gekommen, dass diese Tage irgendwann mal anders ablaufen könnten. Dass vielleicht wir am 24. alle bei uns empfangen. Wir plötzlich die Eltern sind.

Aber genauso wie es weh tut, genauso sehr liebe ich es doch. Ich liebe es Kinder zu haben und vielleicht eigene Traditionen mit ihnen ins Leben rufen zu können. Was ich aber am meisten liebe ist, dass es meinen Kindern vergönnt ist ihre Urgroßeltern kennen zu lernen. Diese unglaublich interessanten Menschen, die so viele tolle Geschichten zu erzählen haben und immer noch so viel Liebe zu geben haben. Und diese Liebe so bereitwillig und glücklich an ihre Urenkel weiter geben. Und auch meine Eltern blühen so sehr auf, wenn ihre Enkel da sind. Sie sind so wundervolle Großeltern, bessere kann ich mir für meine Kinder nicht wünschen.

Eine große Familie ist das Tollste, das es gibt, man kann es einfach nicht anders sagen. Die unterschiedlichen Generationen haben sich gegenseitig so viel zu geben. Jeder hat seine Erfahrungen gemacht, jeder seinen ganz eigenen Charakter. Natürlich gibt es auch Reibereien, das gehört dazu. Was wäre denn ein Weihnachtsfest ohne „ich komm auch ohne Technik klar“ oder „also wir haben das ganz anders gemacht“ oder „schläft er schon durch“ (ok, das ist relativ neu). Aber immer spürt man letzten Endes doch die Liebe im Raum. Und ich hoffe nur, dass meine Kinder noch viel Zeit haben diese besonderen Menschen noch viel besser kennen zu lernen. Und ihnen zu zeigen, dass sie tolle Kinder sind, auch wenn sie vielleicht anders aufwachsen, als selbst ich es getan habe.

Also wenn an Weihnachten mal wieder die Fetzen fliegen, die immer wieder gleichen Geschichten ausgepackt werden oder die nervenden Fragen überhand nehmen, dann atmet tief durch, tretet einen Schritt zurück und seht diese wunderbare Situation als das größte Geschenk zum Fest der Liebe. Und behaltet im Hinterkopf, nichts währt ewig. Also genießt es einfach. Mit allem drum und dran. Denn jede einzelne Familie ist schön und perfekt, auf ihre eigene Art und Weise. Meine ist die schönste Familie, die ich mir wünschen könnte und ich würde niemanden austauschen wollen. Und hoffentlich kommen bald noch ein paar Teilnehmer hinzu. Nicht wahr, Bruderherz? 😉

Achja, noch etwas hat sich geändert. Da wir ja so äh mutig waren unser Kind am 23.12. zu bekommen wird unsere 4 Generationen Party jetzt auch ein 4 Tage Marathon.

Wochenende in Bildern 2.12./3.12.2017

Seit langem habe ich mich mal wieder dazu aufgerafft ein Wochenende in Bildern zu schreiben. Und passend dazu lief der erste Tag, der Samstag so dermaßen besch..eiden, dass man ihn am besten aus diesem Jahr streichen sollte. Aber da hier ja mein Leben ganz ungeschönt dargestellt werden soll, müssen wir da jetzt alle durch

(Liebe Familie, besser lest ihr bei Sonntag weiter, damit ihr euch nicht so aufregt)

Der Tag startete noch ganz entspannt damit, dass erstmal der Adventskalender geöffnet wurde.

Im Anschluss konnte Mama recht entspannt Frühstück vorbereiten, bis hierhin alles gut.

Und dann startete der Horror. Kinderschwimmen stand an, zum ersten Mal. Und da fiel uns auf, dass wir in der vorgeburtstaglichen Aufräumaktion die Quittung und Eintrittskarte dafür verlegt haben. Also begann die Sucherei, ohne Erfolg. Ein Anruf in der Schwimmhalle sagte uns, wir sollen mal trotzdem kommen. Diesmal lässt sie uns rein, wenn wir es bis zum nächsten Mal nicht finden eben nochmal bezahlen. Super.

Und dadurch war Mama so gestresst, dass es beim Schwimmen echt nicht lief und Mama den Aussetzer des Jahrhunderts hatte, mehr dazu steht ja auf Instagram.

Absolut fertig ging es also nach Hause, kurzer Umweg über die Schwimmhalle, hatte mein Handy da vergessen. Ab zum Einkaufen mit Papa und Bruderherz. Das war so stressig und ich so matschig im Kopf, da gibt es keine Bilder. Da will der Große ein Eis und Mama stellt fest, Geldbeutel irgendwo liegen lassen. Eine nette Dame hatte ihn aber – mitsamt 150€ – an der Kasse abgegeben. Habe ihr 10€ Finderlohn gegeben, die Kids eingepackt und ab nach Hause.

Da kam dann die Kitafreundin vom Großen und während die Kinder spielen und der Kleine sich am Apfelmus bedient geht Mama einkaufen um den Kopf frei zu bekommen. Und diesmal klappt auch alles.

Papa kocht derweil und unterhält dabei die Kinder, bis die genug getobt haben und schließlich harmonisch eine Folge Sofia gucken.

Und dann gibt es zum Abschluss eines furchtbaren Tages ein wunderbares Abendessen.

Der Kleine nutzt die Gelegenheit einer Paketabholung zum Ausbüchsen und Flur fegen.

Der Ausflug dauert aber nicht lange und so gehts endlich ins Bett. Nur Mama hat noch eine kurze Verabredung in der Küche.

Der Sonntag kann also nur besser werden und startet erstmal mit einer schönen Kuschelzeit.

Schnell kommt auch her Große zum Kalender öffnen und dann gibt es erstmal ein schönes Adventsfrühstück.

Nach einem kurzen Schläfchen vom Kleinen packen wir uns dick ein und fahren auf einen nahe gelegenen Weihnachtsrummel. Schon die Autofahrt ist lustig, Papa sabotiert mal wieder.

Auf dem Rummel will der Große als erstes Bogenschießen.

Dann ist es dem IPhone zu kalt und es schaltet sich ab, deshalb gibt es leider keine Bilder mehr. Aber nach Karussells und Bratwurst und Naschereien ist es uns auch zu kalt und es geht nach Hause.

Da kommt auch schon unser Sonntagsbesuch und der Rest des Nachmittags wird ganz entspannt und gemütlich. Noch ein leckeres Abendessen gekocht.

Und dann ist der Tag irgendwie auch wieder rum. Der Große will sich blaue Kreise auf die Hände malen um damit die Wände rauf zu klettern, aber Mama kann das zum Glück noch verhindern.

Jetzt schläft der Kleine, der Große auch bald und ich schreibe den Bericht. Auf jeden Fall muss das noch besser klappen mit der Laune und den Fotos nächstes Wochenende. Und ich muss diese Woche unsere Wohnung auf den Kopf stellen. Na das wird sicher super.

Mehr Wochenende in Bildern gibt es wie immer hier auf dem Blog „Geborgen Wachsen“.